Wissenswert Blog

Grünes Büro: Mache deinen Arbeitsplatz nachhaltiger

Mit einem grünen Büro reduzierst du deine Ökobilanz mehr als du denkst. Immerhin verbringen wir ein Drittel des Tages auf der Arbeit. Grund genug, nicht nur im privaten Leben nachhaltige Alternativen zu nutzen.
Im Folgenden verraten wir dir, wie du dein Büro umweltfreundlicher gestaltest – angefangen von digitalen Diensten bis hin zu Geschäftsreisen.

1. Nutze grünen Webspace

Wäre das Internet ein Land, hätte es weltweit betrachtet den sechstgrößten Stromverbrauch – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Greenpeace. Du weißt, was das bedeutet: Jede Menge CO2. Um alle Rechenzentren in der ganzen Welt zu betreiben, bräuchten wir 25 Atomkraftwerke, die ihren Strom nur für Server produzieren.
Heftige Zahlen. Momentan surfen um die 3,6 Milliarden Menschen im Internet, während es 2012 2,3 Milliarden waren. Bis 2020 soll der Strombedarf des Internets noch einmal steigen – um ganze 60 Prozent.
Es ist eine riesige Summe Treibhausgase im Spiel. 300 Millionen Tonnen etwa – genug, um jeden einzelnen Bürger Großbritanniens zweimal bis Amerika und zurück fliegen zu lassen.
Hat dein Unternehmen eine Webseite, benötigt es Webspace. Damit Kunden und Besucher eure Webseite abrufen können, frisst der Server zur Bereitstellung der gewünschten Informationen Strom. Ohne Strom geht es einfach nicht. Bietet euer Hosting-Service keine Öko-Server, könnt ihr mit eurer Webseite einfach umziehen. Aber wirf einen genauen Blick auf den neuen Server bevor du dich entscheidest. Greift er wirklich auf 100 Prozent Ökostrom zurück oder handelt es sich um einen Strommix? Leider dürfen Hosting-Services mit Ökostrom werben, auch wenn nur ein Teil der verwendeten Energie aus erneuerbaren Energien stammt.

2. Stelle Pflanzen ins Büro

Wie wäre es du machst aus deinem Büro einen Dschungel? Deinen CO2-Fußabdruck gleicht er zwar nicht aus – aber er schenkt dir gute Luft. 60 Prozent Luftfeuchtigkeit gelten in Innenräumen als optimal. Damit schaffst du das perfekte Klima für mehr Konzentration und Sauerstoff für deine grauen Zellen. Besonders gut klappt das mit Drachenbaum, Efeu, Birkenfeige, Papyrus-, Farn- und Ficuspflanzen, Einblatt, Gummibaum, Zyperngras und Zimmerlinde.
Tatsächlich gibt es sogar Pflanzen die Schadstoffe aus der Luft filtern. In Räumen ist das besonders nützlich. Denn im Vergleich zur Außenluft, atmen wir drinnen viel mehr Schadstoffe ein. Teppichböden, Tapeten oder Reinigungsmittel geben ungesunde Substanzen in die Luft: Formaldehyd, Benzol und Trichlorethylen zum Beispiel. Drachenbaum, Kentia Palme, Birkenfeige, Efeu, Grünlilie, Dieffenbachia, Einblatt und Bogenhanf sollen deine Luft reinigen und ihre Qualität verbessern.
Das klingt nach einer guten Idee für dein Büro? Dann schau doch mal bei Evrgreen vorbei – sie haben eine große Auswahl an Büropflanzen und beim Kauf kannst du auch noch Werte wandeln.

3. Verwende eine grüne Suchmaschine

Jeder Klick im Internet kostet CO2. Du – oder dein Chef – entscheidest zwar selbst, ob ihr eure Webseite mit Ökostrom betreibt. Aber nutzt ihr im Büro das Internet, lässt sich hier nicht ganz so leicht CO2 sparen.
Eine gute Möglichkeit gibt es jedoch: Grüne Suchmaschinen. Schmeißt Google aus dem Browser und sucht stattdessen lieber mit Ecosia. Das Unternehmen spendet 80 Prozent seiner Einnahmen (zum Beispiel durch Werbeanzeigen) für den Erhalt des Regenwaldes. Jede 1,7 Sekunden pflanzt es eigenen Angaben zufolge einen Baum.
Auf der Webseite findest du mehr Infos zu den bisherigen Projekten und Baumpflanzaktionen. Ein weiterer kleiner Pluspunkt: Du hast immer im Blick, wie viele Bäume deine Fragen bereits hervorgebracht haben – in der Ecke rattert ein kleiner Zähler bei jeder Anfrage mit.

4. Entscheide dich für eine grüne Cloud

Clouds machen das Leben einfacher. Zuhause lädst du von deinem Laptop aus noch schnell ein Dokument hoch und im Büro hast du vollen Zugriff – obwohl dein PC ganz woanders steht.
Du ahnst es: Clouds speichern deine Dokumente und Fotos auf riesigen Servern mit langen Stromrechnungen. Verwende deswegen am besten einen Anbieter, der mit Ökostrom arbeitet. Leider gehören die klassischen Clouds momentan noch nicht dazu, aber du findest ähnliche Produkte mit sehenswerter Klimabilanz.

5. Stelle palmölfreie Seife ins Bad

Meistens fällt es uns zuhause einfacher, umweltbewusst zu leben. Dabei ist es so einfach, die Arbeit etwas grüner zu gestalten.
Wo heute Palmölplantagen wachsen, hat früher oft noch Regenwald gewuchert. Durch die Rodungen verlieren tausende Tiere und Pflanzen ihr Zuhause, die Bäume heizen mit dem ausströmenden Kohlenstoff den Klimawandel an und weiteres CO2 ausgleichen kann der Wald auch nicht mehr.
Nachdem intakter Wald abgefackelt und Einwohner und Tiere vertrieben wurden, produzieren nun Palmölplantagen billiges Öl, das anschließend um den halben Planeten gekarrt wird. 2016 wanderten insgesamt 6,43 Millionen Tonnen aus Indonesien und Malaysia in die EU. Deutschland alleine importierte 1,34 Millionen Tonnen Palmöl.
Palmöl mag wegen seiner chemischen Eigenschaften ein geeigneter Inhaltsstoff für Seife sein. Aber: Das Fett zerstört die grüne Lunge unseres Planeten immer schneller. Ob Palmöl oder ein anderes Öl in der Seife landet – merken wirst du es wahrscheinlich nicht. Also warum nicht zur Öko-Seife greifen?
Besonders empfehlen können wir dir die 18-in-1 Seife von Dr. Bronner’s. Diese enthält zwar Palmöl, es wurde jedoch kein Urwald dafür abgeholzt. Das Öl stammt aus fairem und nachhaltigem Handel und es wird sehr viel Wert auf faire Entlohnung und ökologischen Anbau gelegt. Alle Inhaltsstoffe der Seife sind auf pflanzlicher Basis und vollständig biologisch abbaubar. 

6. Versende deine Briefe und Pakete klimaneutral

Viele Pakete reisen durch eine hohe Retourenquote zweimal zwischen Empfänger und Lieferant hin und her, quer durchs ganze Land oder sogar darüber hinaus. Umweltfreundlich ist das nicht. Versende deine Päckchen und Briefe deswegen klimaneutral.
Leider bedeutet klimaneutral meistens nur, dass die Post einen Ausgleich für entstehende Treibhausgase schafft. Indem sie zum Beispiel in Klimaschutzprojekte investiert. Noch besser wäre es natürlich, die schädlichen Gase einfach nicht auszustoßen. Aber eins nach dem anderen. Versendest du deine Post klimaneutral, machst du schon mal einen großen Unterschied. Du möchtest als nächstes die Retourenquote reduzieren? Das klappt unter anderem mit zahlreichen Produktfotos, detailreichen Produktbeschreibungen und ausführlichen FAQs.
Wenn dir das nicht weit genug geht, besteht auch noch die Möglichkeit, Briefe und Pakete mit einem Fahrradkurier austragen zu lassen. Hier ist sicher: Treibhausgase kommen für die Auslieferung nicht zustande.

7. Gleiche bei Geschäftsreisen das entstandene CO2 aus

Manchmal musst du einfach mit dem Zug, Bus oder gar Flugzeug deine Geschäftspartner besuchen. Die Treibhausgase landen in der Atmosphäre, da kannst du nicht viel machen. Aber: Sie lassen sich ausgleichen. Indem du zum Beispiel über Vereine Bäume pflanzt oder in den Ausbau Erneuerbarer Energien investierst.
Im Internet findest du einige Anbieter für einen solchen Service. Sie rechnen die entstandenen Treibhausgase aus und sagen dir, wie viel ein Ausgleich kostet. Anschließend ist es deine Entscheidung, ob du einen Teil kompensierst oder den gesamten Betrag.

8. Wechsele zum papierlosen Büro

Ohne Papier im Büro arbeitest du mit etwas Übung produktiver. Wichtige Dokumente können nicht mehr verschwinden und außerdem sparst du dir Papier und Tinte. Damit das papierlose Büro funktioniert, braucht es jedoch ein wenig Vorbereitung.
Analysiere deine Arbeitsvorgänge und Bereiche. Wo genau fällt Papier an und wie lässt es sich vermeiden? Vergleiche den Ist-Zustand mit dem Soll-Zustand und entwickele eine Strategie, um deine Ziele zu erreichen. Unbedingt dazu gehören regelmäßige Kontrollen – schaue, ob alles nach Plan läuft und passe deine Strategie an, wenn nötig.
Cloud-Systeme erlauben dir den Zugriff auf deine Dokumente, ganz egal wo du bist. Entscheide dich für eins der Systeme und überlege dir sofort, wie du die digitalen Papiere benennen möchtest – konsequent durchgeführt, findest du später alles problemlos wieder. Vergiss eine geeignete Ordnerstruktur nicht.
Scanne alte, wichtige Dokumente und lade sie in deine Cloud. Neue Papiere gestaltest du direkt digital. Hier erleichtern dir Tools das Leben, also nutze welche. Sie erlauben zum Beispiel, dass alle Mitarbeiter Zugriff auf ein Dokument haben und es verändern können.
Letztendlich ist die Konsequenz einer der wichtigsten Faktoren für das papierlose Büro. Alle Mitarbeiter müssen mitmachen und sich an die neuen Tools gewöhnen. Wenn doch mal etwas gedruckt oder in Auftrag gegeben werden muss empfehlen wir dir die klimaneutrale Online-Druckerei Printzipia.

9. Wenn schon Papier, dann richtiges Ökopapier

Noch immer fallen ganze Wälder für Papier. Beinahe jeder zweite gefällte Baum verwandelt sich schließlich in Zeitungen, Verpackungen, Geschenkpapier oder Toilettenpapier. Leider enden die schlechten Nachrichten hier nicht. Es gelangen einige Tonnen Zellstoff aus illegalen Quellen – das heißt, auch aus Tropenwäldern – in die EU.
Verwende deswegen unbedingt Ökopapier aus 100 Prozent Altpapier und achte auf die Angaben. Steht bloß „Recyclingpapier“ auf der Packung, kannst du dir nicht sicher sein, ob es nicht doch teilweise Frischfasern enthält – der Begriff ist nicht geschützt.
Orientierung bieten dir verschiedene Siegel, die für eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft mit Aufforstung stehen – viel umweltfreundlicher ist jedoch reines Altpapier. Du findest es in Packungen, die als Siegel den Blauen Engel tragen. Ein weiterer Pluspunkt: Der Blaue Engel garantiert den Verzicht problematischer Chemikalien wie chlorhaltiger Bleichmittel.

 

 

10. Strom und Ressourcen sparen wo es nur geht

Das Licht ausschalten, wenn wir länger den Raum verlassen, alte Birnen durch LEDs austauschen, den Kühlschrank nicht länger öffnen als nötig – eigentlich kennen wir die Grundlagen alle und wenden sie zuhause an. Im Büro klappt das nicht immer so gut. Manchmal auch einfach, weil unökologische Strukturen herrschen, die es zu vernichten gilt.
Also schmeiße die Kapselkaffeemaschine für eine Filtermaschine raus und kaufe fairen und nachhaltigen Kaffee, zum Beispiel von unserem Partner Coffee Circle und Altomayo! Ersetze das Toilettenpapier aus Frischfasern mit Recyceltem und sorge für energiesparende Lampen. Wie du effizient weniger Strom und Energie verbrauchst, kannst du in unserem Blogartikel “Energiesparen: 36 einfache Energiespartipps, die wirklich etwas bringen“ nachlesen. Und wie wäre es denn mit 100% Ökostrom von unseren Partnern Lichtblick und Greenpeace energy?

11. Bio-Obst für Mitarbeiter

Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource in einem Unternehmen. Pfleglich behandelt, leisten sie mehr und bleiben gesund. Warum stellst du ihnen nicht eine Bio-Obstkiste hin oder fragst deinen Chef? Schau doch mal bei unserem Partner bringmirbio nach einer Bürokiste. Unter bestimmten Bedingungen lässt sich eine solche Kiste von den Steuern absetzen – es entstehen also nicht mal größere Kosten.
Das frische Obst reduziert Verpackungsmüll, wenn Mitarbeiter dafür andere eingepackte Snacks zur Seite legen. Außerdem stärkt es unser Immunsystem und die saisonale und regionale Biolandwirtschaft. 

Fazit: Mit einfachen Tipps zum grünen Büro

Das grüne Büro ergänzt deinen nachhaltigen Lebensstil perfekt. Wenn du den Blick schärfst, wird dir auffallen, wie viele Ressourcen du auf der Arbeit sparen kannst. Selbst wenn du diese Ressourcen vielleicht nicht bezahlst – der sorgsame Umgang mit ihnen lohnt sich der Umwelt zuliebe. Wie sieht es bei euch im Büro aus – habt ihr nachhaltige Konzepte umgesetzt? Was sind eure Tipps?

Kommentare

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

* Diese Felder sind Pflichtfelder.