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Warum Minimalismus glücklich macht: Maximiere deine Lebensfreude

Minimalismus hilft dir dabei, glücklich zu werden und das auch zu bleiben. Und zwar nicht kurzfristig – sondern dauerhaft.

Letztendlich streben wir in unserem Leben nur nach Glück. Glücklich zu sein ist das eine Ziel, welches wir auf unterschiedlichen Wegen erreichen möchten – indem wir konsumieren, Partnerschaften eingehen, Idealen folgen, Lebensentwürfe, Karrieren und Familien planen. Nicht alles davon macht jedoch glücklich – egal wie sehr die Werbung oder auch gesellschaftliche Werte es uns weismachen wollen. Aber: Es gibt einen Weg, der dich wirklich erfüllt. Und wissenschaftliche Erkenntnisse in sich trägt. Wir reden von Minimalismus. Erfahre hier, warum er dir schenkt, wonach du bereits so lange suchst.

Was ist Minimalismus – eine Definition

Minimalisten sitzen in kargen Räumen und träumen von überlaufenden Warenkörben. Qualvoll schließen sie wieder einmal den Browser und wischen sich die Tränen der Entbehrung aus dem Gesicht. Oder?
Nicht wirklich. Allgemein betrachtet, meint Minimalismus (freiwilligen) Konsumverzicht.  Aber: Minimalismus macht Spaß. Denn es geht gar nicht darum, krampfhaft verzichten zu „müssen“ – sondern: zu wollen.
Am Ende der Reise wartet ein eigenständigeres und vielleicht sogar erfüllteres Leben auf dich. Mehr Freiheit, Zeit, Achtsamkeit und Bewusstsein. Minimalismus bedeutet nämlich nicht nur, alte Besitztümer rauszuschmeißen. Minimalismus heißt auch, sich von Terminen, Verpflichtungen, sozialen Verbindungen und Gedanken zu verabschieden, die dir nicht gut tun. Du minimalisierst, um deine Träume zu maximieren, deine Leidenschaften und was dir im Leben wichtig ist. Erfahre im Folgenden mehr.

Die 3 Säulen des Glücks: Deswegen macht Minimalismus glücklich

Was macht denn nun wirklich glücklich? Eine Frage, die Wissenschaftlern schon lange den Schlaf raubt. Antworten findest du unter anderem im World Happiness Report. Jahr für Jahr fließen Untersuchungen aus unzähligen Ländern in einen Bericht. Ihr Ziel: Dem Glück auf die Spur zu kommen. Möchtest du langfristig glücklich sein, spielen unter anderem drei Dinge eine Rolle. Letztendlich sei gesagt, dass Glück sich nur schwer messen lässt und wahnsinnig facettenreich ist. Aber Wissenschaftler haben trotzdem versucht, wichtige Faktoren zu finden:

  • deine ökonomische Situation (das Schreckgespenst für Happiness-Gurus)
  • deine sozialen Beziehungen
  • deine physische und psychische Gesundheit

Verstehe diese Bereiche eher als stabiles Grundgerüst und Fundament für ein zufriedenes Leben. Natürlich kommen für jeden von uns weitere, individuelle Faktoren hinzu. Jetzt fragst du dich wahrscheinlich, warum wir dir davon erzählen und was das alles überhaupt mit Minimalismus zutun haben soll. Die Antwort: Minimalismus macht es dir einfacher, drei Fundamente des Glücks zu erreichen.

1. Deine ökonomische Situation verbessert sich

Kaufst du weniger, bleibt mehr auf dem Konto – so einfach ist das. Überlege nur mal, wie viel Geld unsere Konsumgüter Monat für Monat fressen: Kleidung, Kosmetikartikel, Elektronikgeräte etc. Während die Schränke manchmal schon unter ihrem Gewicht ächzen, schrumpft dein Geldbeutel mit jedem Kauf ein weiteres Stückchen.
Wir stellen eine gewagte These auf:
Den meisten Kram brauchst du gar nicht (zumindest nicht für deine Zufriedenheit). Weil du das Nötigste wahrscheinlich längst besitzt: Ein Dach über dem Kopf, ausreichend Nahrung, warme Kleidung. Solange du nicht unter Armut leidest, hast du gute finanzielle Voraussetzungen zum Glücklichsein. Denn genau darum geht es – du musst also gar keine Besitztümer bis unter die Zimmerdecke türmen. Lebst du unter deinen Verhältnissen, verändert sich die Wahrnehmung deiner finanziellen Lage. Was du früher vielleicht als gerade so ausreichend empfunden hast, scheint plötzlich mehr als genug zu sei. Natürlich können wir nicht versprechen, dass der Plan für jeden aufgeht. Dafür unterscheiden sich unsere Lebensbedingungen einfach zu sehr. Aber die Wahrscheinlichkeit ist recht groß.

2. Deine sozialen Beziehungen verbessern sich

Manche Beziehungen versetzen uns in Euphorie, machen schwere Lasten erträglicher, bringen uns fröhlich durch den Tag – das kennst du sicher. Um langfristig glücklich zu sein, brauchst du genau solche Beziehungen. Meint: Du musst nicht mehr Freunde als Finger und Zehen zugleich haben. Sondern einfach ein paar wirklich gute Beziehungen.
Freundschaften und Partnerschaften mit hoher Qualität entstehen nicht von alleine. Du musst dich um sie kümmern, Zeit, Liebe und Arbeit investieren – sonst hören sie auf zu wachsen.
Deine Beziehungen werden wahrscheinlich intensiver, wenn du minimalistisch lebst. Besitzt du weniger Kram, sparst du automatisch Zeit –  putzen, einkaufen, reparieren und suchen fallen weg. Genauso wie lange Shoppingtage (weil du es willst, nicht weil du es musst). Bist du in deinem Job flexibel, lässt sich vielleicht sogar deine Arbeitswoche verkürzen. Warum „umsonst“ länger arbeiten, wenn dir 1500 Euro im Monat völlig reichen statt 2000?
Letztendlich bleibt dir am Ende des Tages mehr Zeit für Freunde und Partner. Nutze sie und du kannst nur glücklicher werden. Aber nutze sie richtig – verschwende deine kostbaren Stunden nicht an negative Beziehungen, die dich nur runterziehen. Investiere sie in inspirierende, liebevolle Kontakte.

3. Du lebst gesünder

Erinnerst du dich noch an die letzte Grippe? Den Migräneanfall, der drohte, deinen Kopf in zwei Hälften zu spalten? Wie wichtig unsere Gesundheit für ein zufriedenes Leben ist, fällt uns meistens erst dann auf, wenn wir mental oder körperlich erkranken.
Minimalismus macht es dir einfacher, gesund zu bleiben. Nutze einen Teil deiner neuen Zeit für gesunde Gewohnheiten: Treibe Sport, meditiere, koche jeden Tag frisch – und: kaufe hochwertige Nahrung, wie zum Beispiel Bioprodukte. Für ein glückliches Leben zählt deine psychische Gesundheit natürlich ganz besonders. Vielleicht fragst du dich, wie du seelisch fit bleibst, nur indem du deine Wohnung entrümpelst? Letztendlich ist es lediglich eine Rechnung, die alles einfacher macht und langfristige Zufriedenheit verspricht: Besitzt du weniger, hast du mehr Zeit für deine Leidenschaften und Beziehungen. Soziale Kontakte und deine Hobbys bauen Stress ab – einer der Hauptübeltäter für Depressionen und Traurigkeit.
Außerdem greift Minimalismus tiefer ein, als du vielleicht denkst. Natürlich lässt er sich ausschließlich auf deine materiellen Besitztümer beziehen. Stapelt sich davon wenig in deinen vier Wänden, darfst du dich wohl „Minimalist“ nennen. Aber: Minimalismus geht ein ganzes Stück weiter. Zumindest in unserer Definition und wir sind damit bei weitem nicht allein. Minimalismus heißt auch, Beziehungen, Termine, Gewohnheiten, Verpflichtungen und Werte zu minimieren – wenn diese dir schaden. Minimalismus ist gleichzeitig Maximalismus: Du maximierst, was dir guttut. Deine Leidenschaften, Hobbys, positiven Kontakte, Träume, Freiheiten. Sortiere nicht nur Schränke und Regale aus. Horche in dich hinein und suche nach deinem Ballast. Ist es eine Freundschaft, die dir sofort in den Kopf rauscht? Bei der sich dein Magen zusammenzieht - weil sie eigentlich nur aus Stress und negativen Emotionen besteht? Lass gehen, was dich belastet. Du quälst dich seit Monaten für eine Gehaltserhöhung, auf die du gar nicht angewiesen bist? In einem Job, der dir nichts bedeutet? Ein höherer Status, der nur dein Ansehen poliert, dich ansonsten seelisch aber ruiniert – wegen all der Überstunden, den zusätzlichen Projekten, der erdrückenden Verantwortung? Lass los. Es sei denn, dein Ziel hat einen übergeordneten Sinn. Hier merkst du die wahren Strapazen des Kampfes jedoch meistens kaum – schließlich weißt du genau, was du warum erreichen möchtest. Konzentriere dich auf Dinge, die du wirklich willst. Auch das ist Minimalismus. Und – um den Bogen zu spannen: Wenn du dich mit deinen Prioritäten, Vorstellungen, Werten und Leidenschaften umgibst, atmet deine Seele auf.

4. Du lebst umweltfreundlicher

Lebst du minimalistischer, bist du gleichzeitig umweltfreundlicher. Schließlich verschlingt die Industrie immer Ressourcen und Energie und spuckt dabei manchmal sogar schädliche Stoffe aus – ganz egal, was hergestellt wird. Sogar für die sinnvollsten und tollsten Ökoprodukte gibt es eine noch nachhaltigere Alternative: Sie gar nicht erst zu kaufen. Oder 2nd Hand. Kaufst du nur, was du wirklich brauchst, verschwendest du weniger Rohstoffe. Erwirb es aus zweiter Hand und du schützt die Umwelt ein weiteres Mal. Möchtest du lieber Neuware, kannst du dir von dem gesparten Geld hochwertige Produkte leisten mit längerer Lebenszeit – auch das ist ökologisch.
Ein weiterer Pluspunkt: Durch das so eingesparte Geld sind biologische und faire Lebensmittel viel einfacher mit dem nun größeren verfügbaren Budget zu vereinbaren.
Wie wäre es mit ein bisschen Minimalismus auf dem Teller, wenn wir schon dabei sind – für deinen Körper und die Umwelt? Probiere öfter vegane Mahlzeiten aus. Es ist nicht der Geschmack, den du minimierst. Sondern die Hormone, Antibiotika und Farbstoffe, Aromen, Konservierungsmittel (es sei denn, du weichst auf vegane Fertigprodukte aus). Mit einer veganen Ernährung lebst du gesund und tust etwas für dein physisches Wohlbefinden. Und wie du weißt, ist die Gesundheit eine Säule deines Glückgerüstes. Gleichzeitig schützt du den Planeten vor CO2, Gülle und anderen Problemen. Wir wissen nicht, wie es bei dir aussieht, aber uns macht ein Leben im Einklang mit der Natur glücklich – und zwar weitaus glücklicher als ein Leben im Kampf mit ihr.
Ein weiterer Tipp für Minimalismus im Badezimmer: Statt es mit vielen einzelnen Pflegeprodukten zu füllen, probiere doch mal die 18-in-1 Seife von Dr. Bronner's aus. Dank der vielen Verwendungsmöglichkeiten ersparst du dir den Kauf vieler Pflegeprodukte und du reduzierst Verpackungsmüll. Für den Kauf der Produkte im Einzelhandel (z.B. bei dm-drogerie markt) wirst du zudem von Wertewandel belohnt, wenn du mit unserer App den Kassenbon fotografierst. Außerdem ist die Seife besonders umweltverträglich.  

5. Deine Wohnung wird zur Glücksoase

Schon mal von Marie Kondo gehört? Die Japanerin hat das Aufräumen revolutioniert und auf ein völlig neues Level gebracht. So mancher Minimalist entrümpelt mit ihrem Konzept – und auch dir empfehlen wir, ihrem Rat zu lauschen.
Denn mit Marie Kondos Ideen räumst du nicht einfach nur auf – du schaffst ein Zuhause, das dich bei dem ersten Schritt über die Türschwelle glücklich stimmt. Letztendlich wünscht sich Marie Kondo vor allem eins: Du sollst dir deine Besitztümer anschauen und dich bei jedem einzelnen fragen: „Macht dieser Gegenstand mich glücklich? Erfreue ich mich an ihm? Löst er irgendwelche schöne Emotionen aus?“. Die Frage entlockt dir nur ein Schulterzucken oder du findest kein klares „Ja“ auf der Zunge? Weg damit. Aber: Schmeiße nicht gleich alles in den Müll, verschenke deine alten Besitztümer lieber oder spende sie. Du siehst, worauf das hinausläuft. Am Ende liegen in deinen Regalen nur noch Sachen, die du mit etwas Positivem verbindest.

Fazit: Minimalismus – weniger Konsum für mehr Lebensfreude

Wenn wir nicht konsumieren, geht die Wirtschaft kaputt. Ein Satz, den bestimmt auch du schon einmal gehört hast. Wir möchten ihn richtigstellen: „Wenn wir zu viel konsumieren, gehen wir selbst kaputt.“
Immer die nächsten Trends, Konsumgüter und Statussymbole zu jagen, führt zu Stress und nicht zu dauerhaftem Glück. Sicherlich erfreust du dich für einige Tage, vielleicht sogar Wochen am neuen Produkt. Danach verpufft die Zufriedenheit und du brauchst den nächsten Kick. Aber: Sein Preis ist hoch.
Du zahlst ihn nicht mit Geld, sondern mit Zeit. Zeit, die du genauso gut in deine Leidenschaften und Beziehungen investieren könntest. Denn unter anderem sie sind es, die dich langfristig glücklich machen. Sagt die Wissenschaft.

Kommentare

28.03.2018 | Stefanie

Schöner Artikel. Den Ansatz von Konzentration aufs Wesentliche finde ich sehr treffend. Und dass es darum geht, sich auf die Dinge zu fokussieren, die glücklich machen anstatt alles auf Teufel komm raus zu reduzieren. Konsum komplett schlechtmachen ist das andere Extrem. Hier wird mehr der bewusstere Mittelweg angesprochen, was ich sinnvoll finde. Geht die Wirtschaft kaputt, wenn wir nicht konsumieren? Würde ich so nicht unbedingt sagen. Teile zum Glück bestimmt, der Rest verändert sich / passt sich an. Verbrauchsgüter werden in irgendeiner Form weiter konsumiert.

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